Lektorat und Korrektorat

ePubVor Kurzem berichtete der Spiegel über den Alltag eines Lektors: „Er quält sich durch miese Texte und wundert sich über die Großspurigkeit mancher Hobby-Literaten“. Untertitel des Artikels: „Die meisten haben keine Chance“. Das mit der Großspurigkeit lassen wir jetzt mal gnädig beiseite 😉 .  Der Untertitel stimmt aber, denn in einem großen Verlag werden die meisten Manuskripte werden schon aus Kapazitätsgründen abgelehnt. Eben deshalb gibt es ja das Self-Publishing. Aber auch da muss ein Manuskript lektoriert und korrigiert werden, bevor es als eBook in den Shops landet.

Unterschied Lektorat und Korrektorat

Es gibt natürlich Überschneidungen, aber der Korrektor hat seinen Schwerpunkt nicht bei den Inhalten, sondern der sprachlichen Gestaltung und der Rechtschreibung. Was das Rechtschreibprogramm übersehen hat, bessert der Korrektor nach 😉

Freunde, Fans und Follower: Das Buch ist da.

Korrektorat für Autoren

Pflicht aller Autoren ist es natürlich, zuerst die Rechtschreibprüfung der Textbearbeitungssoftware zu nutzen. Enthalten ist sie in allen gängigen Programmen wie Word, OpenOffice, LibreOffice oder Pages. Weiter geht es dann mit Freunden. Deutschlehrer im Bekanntenkreis sind da sehr gefragt, noch besser sind allerdings geübte Menschen aus der Verlagsbranche. Mit etwas Routine lassen sich nämlich holprige Formulierungen besser glätten.

Das Lektorat

Ein Korrektorat hat noch keine Freundschaft zerstört. Im Zweifelsfall entscheidet der Duden. Beim Lektorat ist das ein wenig anders. Weil sich Lektoren auch um den Inhalt des Buches kümmern, um die Story, muss eine gewisse Wellenlänge vorhanden sein. Ein guter Lektor spricht Autoren auch auf Schwächen in der Handlung an. Wenn der Schreiber diese Kritik nicht annimmt, droht die gesamte Motivation für das Projekt flöten zu gehen. Das Verhältnis zwischen Lektor und Autor muss stimmen!

Lektor finden

E-Books erstellenEs gibt viele Wege, um als Selfpublisher einen guten Lektor zu finden. Zahlreiche Angebote finden sich im Internet. Wichtig ist dabei, die Spreu vom Weizen zu trennen. Oberste Regel: Engagiere nicht einfach einen Lektor nach dem Zufallsprinzip, sondern informiere dich  vorher! Das Genre muss stimmen. Ein Korrektor findet sich leicht in jedem Genre zurecht, beim Lektor liegen die Hürden höher. Ohne Einarbeitung in die Materie ist ein qualitativ hochwertiges Lektorat nicht zu haben.
Beispiel: Der historische Roman aus der Keltenzeit sollte von jemandem lektoriert werden, der sich ein bisschen in der Vor- und Frühgeschichte auskennt.
Am besten ist es, erstmal in den Referenzen derjenigen Lektoren zu stöbern, die in der engeren Auswahl sind. Gute Hinweise geben auch befreundete Autorinnen und Autoren.

Lektor für umsonst

Umsonst macht niemand gute Arbeit. Aber es gibt da noch eine Möglichkeit, nämlich die gegenseitige Lektorierung. Sucht euch also nette Menschen aus und überarbeitet die Manuskripte wechselseitig. Wichtig ist es natürlich, die richtige Balance zwischen ehrlicher Hilfe und Schmähkritik zu finden. Das Hochjubeln eines Manuskripts bringt dem Autor so viel wie das vollständige Runterputzen, nämlich gar nichts! Tipp: Trinkt auch mal ein Bier oder ein Weinchen zusammen!

Lektorat ist zwingend

Fazit: Lektorat ist zwingend, muss aber nicht unbedingt viel Geld kosten. Wer das Geld hat, sollte einen Profi engagieren, aber nur nach vorheriger Prüfung. Schwarze Schafe gibt es überall.

 

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