Kindle Paperwhite 3

ReaderAmazons Kindle Paperwhite ist in der dritten Generation erschienen. Es sieht so aus, also ob der e-Reader das bisherige Flaggschiff Kindle Voyage ablöst. Dafür spricht, dass verschiedene Versionen auf den Markt geworfen wurden. Das billigste Modell ist nur mit WLAN ausgerüstet und kostet 120 € mit eingeblendeter Werbung. Der werbefreie Paperwhite liegt bei 140 €. Für ein UMTS-Modell müssen 180 bzw. 200 € hingeblättert werden. Wie alle Amazongeräte ist auch der Paperwhite mit einem großen Makel behaftet: Kindle ist ein geschlossenes System. Es liest diese eBook-Formate ein: AZW3, AZW, TXT, PDF, ungeschütztes MOBI und PRC. Ja, und auch noch HTML, Doc, Docx, JPEG, GIF, PNG und BMP. Was allerdings fehlt, ist das eBook-Standardformat ePub. Du kannst also mit dem Paperwhite keine Bücher aus der Onleihe laden.

Freunde, Fans und Follower: Das Buch ist da.

Dass der Paperwhite kein Audio kann, verwundert nicht, denn die Audiounterstützung ist bei eBook-Readern derzeit generell auf dem Rückzug. Das könnte sich aber wieder ändern, denn im Zeitalter des mobilen Internets ist  ja jeder mit einem Smartphone ausgerüstet. Und wie es sich für ein Phone gehört, ist da Audio immer dabei 😉 Jede Wette: Sobald sich Audiobooks auf Smartphones etabliert haben, kommt der Kopfhörer zum eBook-Reader zurück!

Schriftart Bookerly

E-Books erstellenZurück zum Paperwhite: Geschraubt wurde vor allem an der Software. Amazons Reader reagiert jetzt gleich mehrfach auf die vom User eingestellte Schriftgröße. Bei starker Vergrößerung stellt er von Blocksatz auf Linksbündig um. Ein nützliches Feature für Sehbehinderte. Außerdem wurde die neue Schriftart Bookerly installiert. Die Nachfolgerin der Kindle-Standardschrift Caecilia wurde speziell für digitale Darstellung entwickelt. Zu sehen ist das sehr schön am neuen Kerning, der Abstandsetzung zwischen den Buchstaben, und den Ligaturen, den Buchstabenverbindungen. Ein tt, ff oder fi wird jetzt also noch etwas augen- und lesefreundlicher dargestellt.

Für eBook-Autoren interessant: Die Bildschirmauflösung beträgt 300 dpi. Wer ein Coverbild und andere Grafiken in seine Werk einfügt, das Cover ist ja marketingtechnisch Pflicht, sollte mit einer Auflösung von 300 dpi arbeiten.

Paperwhite leuchtet

Auch das geht mit dem dem Paperwhite auf angenehme Weise. Die Beleuchtungsstärke lässt sich einstellen. Mehr Licht geht zwar auf Kosten der Akkulaufzeit, aber keine Sorge, der Reader hält auch beleuchtet ein Romanepos durch. Fazit: Wer einen Amazon-Reader haben möchte, ist mit dem Paperwhite gut bedient. Ganz billig ist er nicht, aber da gibt es ja noch als hauseigene Alternative einen 59-Euro-Kindle. Oder Geräte, die auch ePub können, wie Tolino, Kobo und Pocketbook.
Noch ein Tipp für Autoren: Der Paperwhite eignet sich in seiner Eigenschaft als Amazons Flaggschiff sehr gut zur Validierung des Mobi-Formats!

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