iBook Store

TutorialVergleichsweise kompliziert ist es, im iBook Store das eigene eBook zu verkaufen. Los geht es schon mal mit dem Store selbst, der ist nämlich ein Anhängsel von iTunes, und man findet ihn auch nur über die iTunes-Seite. Also kein Vergleich zu Amazon! Da hat man die Amazon-Seite und das Autorenprogramm KDP. Fertig. Bei Apple geht es erstmal los mit der Apple ID, ohne die läuft gar nichts! Und dafür muss man die Kreditkartendaten angeben.

ISBN-Falle

Weiter geht die Odyssee… Anmeldung bei iTunes Connect. Dann noch eine Abfragen, ob auch wirklich ein Buch zum Verkauf angeboten werden soll? Na klar, zum Verschenken macht diese Prozedur niemand! Weiter geht die Quälerei mit der Software iTunes Producer, wo das Buch angemeldet wird. Dazu braucht es eine eigene ISBN. Vorsicht Falle! Wer jetzt eine ISBN beantragt, kann danach z. B. nicht mehr BookRix in Anspruch nehmen, denn die schließen externe ISBNs aus. Nächste Hürde: US-Steuernummer beantragen! Das kostet auch wieder Nerven! Antrag herunterladen, ausfüllen, abschicken…

Upload und Verkauf

Kein Problem, wenn das im ePub-Fomat passiert. Aber da gibt es ja noch Apples Hausformat, iBooks, das mit der Software iBooks Author produziert wird. Dieses Format hat es in sich. Ein Vergleich: Du hast einen Bleistift bei Faber-Castell gekauft und ein Bild damit gemalt? Na dann musst Du auch Faber-Castell fragen, wenn die Zeichnung verkauft werden soll. Übertrieben? Na dann schauen wir doch mal zum iBooks Support! Da steht in den Fragen zur Veröffentlichung:

„Wenn für das Produkt eine Gebühr erhoben wird und es im .ibooks-Format vorliegt, darf es nur über den iBooks Store verkauft werden. Wenn das Produkt ein anderes Dateiformat hat, zum Beispiel PDF oder ePub, gilt diese Einschränkung nicht. Wenn das Produkt kostenlos angeboten wird, kann es sowohl über den iBooks Store als auch über andere Wege vertrieben werden, auch wenn es das .ibooks-Format hat.“

Freunde, Fans und Follower: Das Buch ist da.

Distributor nutzen

Also mir fällt da die Kinnlade runter! Fazit: Kein .iBooks produzieren und lieber einen Distributor verwenden, wenn man in Apples iBook Store verkaufen will. Es sei denn, Du bist Fanboy oder Experte und schreibst ein Buch über Apple-Software, das sich ganz speziell an die iBook Store-Leser wendet. Wenigstens bei den Tantiemen macht Apple keine Extrawürste, sondern schüttet die üblichen 70 % aus.

iBooks im Überblick

  • Nötig sind Apple-ID, ISBN und Steuernummer
  • .ePub ist besser als .ibooks. Der iBook-Store verkauft nicht nur .iBooks!
  • Distributor nutzen ist besser als Direktverkauf im iBooks-Store
Du willst mit WordPress deinen eigenen Onlineshop aufbauen? Infos findest du im neuen Buch Onlineshops mit WordPress.

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